Unser Motto: Weniger Hunger – mehr Bildung

Bildung ist die wichtigste Voraussetzung für ein friedliches und erfolgreiches Leben – auch in Westafrika. Gerade in den ländlichen Regionen Afrikas sind oft keine Schulen vorhanden, oder für die Kinder nur schwer zu erreichen.

Unsere Projekte sind echte Graswurzelprojekte, das heißt, wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei ist es uns wichtig, dass wir das nicht alleine tun und die Projekte nachhaltig sind. Dafür ist die Unterstützung vor Ort ein entscheidender Faktor. Motivierte Bürger und die Unterstützung der Verwaltungen sind für uns wichtige Voraussetzungen, um ein neues Projekt zu starten.


Hier ein kleines Video zu unserem letzten Einsatz in Ghana im Oktober / November 2017:


Aktuelle Berichte von unserer Reise nach Ghana im Oktober / November 2017 stehen hier zum Download bereit:

2017 Besuch bei den Chiefs

2017 Schulgartenprojekt für die Schule Kanturo

2017 Unterstützung für die Schule Henekrom

2017 Unterstützung für den Kinderkarten Motoase

Ältere Berichte findet Ihr im Blog.


 

Das Projekt KANTURO

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Kanturo ist eine kleine Siedlung im Westen Ghanas. Dieses erste Projekt entstand aus der Idee, hilfsbedürftige Menschen mit kleinen, aber wirksamen Maßnahmen vor Ort zu unterstützen.

Kinder sind unsere Zukunft. Fördern wir die Kinder, wachsen nachhaltig Bildung und bessere Chancen langsam nach. Deshalb legen wir bei unseren Projekten ein besonderes Augenmerk auf die Förderung der Kinder durch:

  • Brunnenbau zur Sicherung von Trinkwasser
  • Anbindung an das staatliche „Ghana School Feeding Programme“ zur Sicherung einer ausgewogenen Ernährung
  • Anschaffung von Lernmitteln, Uniformen, sowie Tischen und Stühlen, um den Schulbesuch zu ermöglichen
  • Anschaffung von Werkzeugen zur Unterstützung Jugendlicher bei der Ausbildung
  • Bau von Toilettenanlagen und Anschaffung von Medikamenten und Verbandsmaterialien zur Verbesserung der Hygiene- und Erste-Hilfe-Maßnahmen

Wir überzeugen uns regelmäßig direkt vor Ort über die Fortschritte unserer Projekte. Wir arbeiten dabei nicht mit großen und zum Teil unüberschaubaren Projekten oder Organisationen zusammen und können so sicherstellen, dass unsere Hilfe direkt bei den Menschen ankommt; weil wir sie dort hinbringen. Zusätzlich begleiten ausgewählte einheimische Coaches die Maßnahmen und stellen ihre Umsetzung und Nachhaltigkeit sicher.

Im Rahmen unserer Projekte arbeiten wir nicht nur mit den Beteiligten vor Ort eng zusammen. Um den Erfolg und die Nachhaltigkeit unserer Projekte zu sichern, gehen wir auch auf zuständige Behörden und staatliche Verwaltungen zu. So erhalten wir nochmal zusätzliche Unterstützung für unsere Projekte. Aus Spenden gewonnene Fördermittel fließen zu 100% in direkte Hilfe; Reisen zu potentiellen Einsatzorten und die Auswahl der Projekte erfolgen ehrenamtlich.

 

Auf einem Blick: 


 

Du willst uns mit einer Spende unterstützen?

Hier unser Spendenkonto:

„Kanturo-Hilfe“, Oldenburg
IBAN: DE44280602280204492700
BIC: GENODEF1OL2
Raiffeisen-Bank Oldenburg e.G.

Oder Du klickst direkt auf folgenden Link zu PayPal:

Vielen Dank für Deine Unterstützung!


 

Spendenverwendung der Kanturo-Hilfe

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Projekte

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Mitgliederverwaltung

Fundraising

Öffentlichkeitsarbeit

Die Finanzierung der Kanturo-Hilfe erfolgt durch das erhebliche ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder für die Entwicklungshilfe. Die Kosten für die Anwerbung von Spenden und auch die Reisekosten für die Auswahl der Projektschulen und -orte tragen die Vereinsmitglieder ehrenamtlich selbst, so dass jede Spende wirklich zu 100 % in den Projekten der Kanturo-Hilfe ankommt.


 

Trinkwasser durch Brunnenbau

Um die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit frischem Trinkwasser sicherzustellen, haben wir in Absprache mit den Lehrerinnen und Lehrern in Kanturo zusammen mit zwei einheimischen Arbeitern einen Brunnen gebaut. Die beiden Brunnenbauer wurden von der Kanturo-Hilfe bezahlt.

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Links im Bild sieht man, wie der Brunnen gegraben wird und wir die bis dahin erreichte Tiefe begutachten. Insgesamt musste er 30 Meter tief sein, da das Dorf auf einem Hügel liegt und man, um den Wasserspiegel zu erreichen, tiefer graben musste. Rechts der fertige Brunnen, der inzwischen nicht nur von der Schule, sondern auch von den Dorfbewohnern benutzt wird. Über eine Kurbel wird der gelbe Plastikeimer in den Brunnen hinabgelassen und füllt sich mit Wasser. Aus diesem Eimer wird dann das Wasser in kleinere Eimer umgefüllt.


 

Ghana School Feeding Programme (GSFP)

Damit eine Schule an das staatlich geförderte „School Feeding Programme“ aufgenommen wird, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Dorf benötigt ein kleines Küchengebäude, in dem Küchenutensilien und Geschirr verstaut werden können
  • Die Küchenutensilien sowie ausreichend Teller und Töpfe für die Kinder müssen zur Verfügung stehen
  • Der Antrag zur Aufnahme in das GSFP muss beim Ministerium in Accra eingereicht werden
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Um diese Voraussetzungen zu schaffen, hat die Kanturo-Hilfe für die Schule im Dorf Kanturo zusammen mit Tischlern aus dem Nachbarstadt Sunyani eine kleine Holzhütte gebaut. Die Hütte wird nicht nur zur Lagerung von Utensilien verwendet. Bei schlechtem Wetter wie Regen wird sie auch als Kochplatz verwendet und das Essen wird vom Wetter geschützt zubereitet.

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Das erste Essen ist zubereitet und die Kinder stellen sich in einer langen Schlange auf, um einen Teller Reis mit scharfer Soße zu bekommen.

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Zur Vorbereitung des Antrages zur Aufnahme in das GSFP haben wir mit der Verwaltung des „Sunyani West District“ gesprochen. Dadurch haben wir erreicht, dass Kanturo auf die Liste der neu aufzunehmenden Schulen für das „Ghana School Feeding Programme“ steht. Die Kosten für das Schulessen werden vom Ministerium in Accra übernommen, das auch den Antrag zur Aufnahme genehmigt.


 

Anschaffung von Lernmitteln, Uniformen, sowie Tischen und Stühlen

Der Schulbesuch ist für Kinder in Ghana vom Kindergarten bis zum Ende der sechsten Klasse in staatlichen Schulen kostenlos. Die Regierung bezahlt für Schuluniformen, Tische und Stühle. Voraussetzung für die Teilnahme am Schulunterricht ab der siebten Klasse ist, dass die Eltern der Kinder einen Stuhl, einen Tisch und eine Schuluniform besorgen. Viele Familien haben nicht das Geld dafür. Die Konsequenz ist, dass viele Kinder nicht zur Schule gehen, sondern bei der Ernte auf den Feldern oder beim Verkauf des angebauten Gemüses auf dem Markt helfen.

In dem Dorf Kanturo waren für die Kinder bis zur sechsten Klasse weder Schuluniformen, noch Möbel vorhanden, weshalb hier die Kanturo-Hilfe mit einer Spende ausgeholfen hat. Für jedes Kind, was ab der siebten Klasse nicht zur Schule gehen kann, würden wir ebenfalls gern den Stuhl, den Tisch und die Uniform stellen.

Wir wollen für jede Familie, die ein weiteres Kind zur Schule schickt einen Gutschein für Tisch, Stuhl und Schuluniform geben und im Dorf Uniformen und Möbel direkt und kostengünstig anfertigen lassen.

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Alle Schuluniformen wurden im Dorf von den Frauen selber hergestellt. Im linken Bild sieht man wie junge Frauen aus dem Dorf unterrichtet werden. Das nötige Equipment wie die Stoffe, das Nähzeug, zwei handbetriebene Nähmaschinen, Scheren und zwei Kohlebügeleisen wurden von uns gesponsert. Somit können nun nach und nach alle Schüler mit einer Uniform ausgerüstet werden, ohne dass für die Eltern Kosten entstehen.

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Auch die Tische und Stühle wurden von uns nicht einfach eingekauft, sondern im Dorf hergestellt. Dazu werden einheimische Jugendliche zu Tischlern ausgebildet und das nötige Werkzeug gespendet. Dadurch können nun auch Reparaturen durch die Bewohner selbst durchgeführt werden.

Bei unserer letzten Reise im Februar 2016 haben uns viele Freunde Geld für Hefte, Bücher, Schreib- und Zeichenmaterialien mitgegeben. Dadurch haben die Klassen nun ausreichend Lernmaterialien für das gesamte Schuljahr 2016.


 

Unterstützung bei Start Ups und Jobs

Durch die Ausbildung der dorfeigenen Tischler und Näherinnen wollen wir die Herstellungskosten niedrig halten, vor allem aber für junge Menschen die Möglichkeit schaffen, zukünftig Tische, Stühle, Reparaturmaßnahmen sowie Schuluniformen und sonstige Kleidungsstücke selbst herzustellen, um so Geld zu verdienen.


 

Verbesserung der Hygiene- und Erste-Hilfe-Maßnahmen

Damit kleinere Schürf- und Schnittwunden der Kinder direkt versorgt werden können, wurden zwei Lehrer, sechs Schüler und zwei Dorfbewohner  zu Erst-Helfern ausgebildet.

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Sowohl für das Dorf, als auch für die Schule haben wir je ein Medikamentenpaket mit Verbandsmaterialien, Pflaster, einigen Salben und Medikamenten gespendet.

Zusätzlich wollen wir dafür sorgen, dass in den Schulen, die wir unterstützen, auch eine Toilettenanlage mit ausreichender Kapazität für die Schulkinder, Lehrerinnen und Lehrer vorhanden ist. In dem Dorf Kanturo war bei unserer ersten Ankunft bereits eine fast fertiggestellte Anlage mit mehreren Klos vorhanden. Zur Fertigstellung fehlte lediglich ein Regenwasserbehälter zum Auffangen des Regenwassers mit Wasserhahnanschluss. Beides hat die Kanturo-Hilfe gespendet. Nun können alle Schulkinder, Lehrerinnen und Lehrer die Toilette benutzen und sich danach die Hände waschen.


 

Wieso wir uns Ghana ausgesucht haben

Afrika besteht aus vierundfünfzig Staaten. Bei unserer Suche nach dem passenden Ort haben wir uns zuerst englischsprachige Staaten angeschaut, um Sprachbarrieren zu umgehen. Unsere erste Vorauswahl fiel daher auf Ghana, Kenia und Tansania. Neben dem sprachlichen Kriterium wollten wir bei der Auswahl auch gerne die Geschichte unseres Landes berücksichtigen. Zu Zeiten des Kaiserreiches gab es deutsche Gebiete in Ghana und Tansania. Diese Gebiete wurden ausgebeutet und versklavt. Auch wenn das lange vor unserer Zeit passiert ist, wollen wir gerne unseren Teil der Wiedergutmachung beitragen. Als drittes Kriterium war es uns wichtig, dass auch demokratische Strukturen und ein professionelles Regierungshandeln, eine ausreichende Sicherheit und eine unabhängige Presse gewährleistet sind. Am Ende haben wir uns entschieden in Ghana den Grundstein unseres kleinen Projektes zu legen.


 

Wo liegt Kanturo eigentlich?

Kanturo ist eine kleine Siedlung im Westen von Ghana. Sie liegt ca. 10 km oder 40 Minuten mit dem Auto entfernt von der Stadt Sunyani. Aufgeteilt in die drei kleinen Dörfer Kanturo I, II und III wohnen ca. 500 Menschen in Holz- und Lehmhütten und leben von der Landwirtschaft, dem Anbau von Yams, Mais, Süßkartoffeln oder Kochbananen.

  • hier kommt noch ein Bild

Hier eine kleine Karte zur Orientierung:


 

Abgeschnitten von Verkehrswegen, Strom- und Wasserversorgung gibt es noch viele weitere Schulen in der Umgebung von Sunyani, bei denen das Leben der Schülerinnen und Schüler durch einfache Maßnahmen für eine bessere Grundversorgung erheblich gesteigert werden könnte. Um diese zu finden, sind wir zusammen mit Campbell einfach mit dem Taxi in verschiedene Dörfer in der Umgebung von Sunyani gefahren und haben uns die dortigen Lebensbedingungen und Schulen angeschaut. So haben wir Henekrom entdeckt. Wie bereits in Kanturo wollen wir auch hier eine funktionierende Grundversorgung für die Schulkinder schaffen.

Kanturo-Hilfe – „Wir fördern eine weitere Schule in Afrika – Hilf mit!“