Henekrom ist eine weitere im Busch versteckte und vergessene Ansiedlung mit ca. 500 Einwohnern. Es liegt mit einer sehr schlechten Zuwegung, noch etwa 10 km tiefer im Dschungel und ist dem Chief von „Nusatre“ oder „Boreso“ zugehörig.

Die Schule, ein offener Lehmbau, hat einen Kindergarten und vier Klassen mit zur Zeit ca. 150 Kindern. Sobald der begonnene Rohbau eines Schulgebäudes mit sechs Klassenräumen fertiggestellt ist, kann die Schule in Henekrom zu einer „Primary School“ mit Kindertagesstätte, Kindergarten und acht Schulklassen aufwachsen. Die Anzahl an Lehrerinnen und Lehrern muss sich dazu aber von jetzt neun auf ca. 20 Lehrkräfte erhöhen, damit die dann ca. 300 Schüler unterrichtet werden können und dadurch eine Lebensperspektive erhalten. Mit Besuchen und Briefen setzen wir die Verwaltung unter Zugzwang.

Die Schule kann zur Zeit einen Trinkwasserbrunnen des Dorfes (ca. 500 m entfernt) mitnutzen. Durch den Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Eltern erhalten die Schulkinder 2 – 3 mal pro Woche ein aus Spenden ermöglichtes einfaches Essen (meist Reis oder Maisbrei mit einer Soße).

Wir haben in Verhandlungen mit der Verwaltung, des District Executive Chief (DEC) des Sunyani West Districts erreicht, dass Henekrom auf der Rangliste zur Teilnahme am „Ghana School Feeding Programme“ (GSFP) auf Platz zwei hinter Kanturo gesetzt wurde. Die DEC hat uns die weitere Unterstützung der Schule in Henekrom zugesagt. Die Lehrerinnen und Lehrer und den Dorfältesten haben wir gebeten, umgehend einen Antrag zur Einrichtung des GSFP beim zuständigen Ministerium zu stellen. Wir planen, falls erforderlich, umgehend eine Schulküche für Henekrom zu bauen.

Am Rande der Absprachen über die Grundversorgung der wachsenden Schule haben wir aus Spendenmitteln Bälle und Lernmaterial übergeben. Gemeinsam mit Madame Agnes haben wir die ergänzende Unterstützung des Schulessens mit Reis für die Zeit bis zur Entscheidung über den Antrag in Aussicht gestellt. Sobald das Schulgebäude fertiggestellt ist und eine Zusage über die Bereitstellung weiterer Lehrerinnen und Lehrer zur Einrichtung des GSFP vorliegt, haben wir die Absicht – wie in Kanturo – weitere Anreize für den Schulbesuch der zusätzlich ca. 150 Kinder durch Schulmöbel, Schuluniformen, Lernmittel und Sport- und Spielgeräte zu schaffen.